Stufe 7.5 Einkommensteuer sparen mit dem Rentenrechner

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Bei der Recherche zu Stufen unter Schritt 7 stieß ich auf Themen wie Rentenrechner und Einkommensteuer. Mit einem Blatt Papier vor mir stellte ich schnell fest, dass sich beides in einem Beitrag miteinander verknüpfen und vor allem einfach und ehrlich betrachten lässt.

Was kann ein Rentenrechner?

Rentenrechner Einkommensteuer
Bunt, verspielt und manchmal leicht zu bedienen. So sind viele Rentenrechner aufgebaut.

Rentenrechner werden von verschiedenen Stellen angeboten, um mit unterschiedlichen Absichten zu berechnen, von was der Besucher im Alter leben soll. Während die Deutsche Rentenversicherung ihn als stummes Mahnmal auf ihrer Homepage zu haben scheint, verwenden ihn Produktverkäufer gerne mit einem Button daneben wie „jetzt Angebot anfordern“ oder „jetzt online abschließen“. Sauber die Bauern gefangen, Gratulation!

So typisch es wieder einmal ist, es sieht optisch hübsch aus, doch zielführend in einer immer mehr abgestumpften Gesellschaft sind diese Rentenrechner nicht. Es ist wie mit Rauchen, Alkohol und zu schnellem Fahren – wir wissen, es ist schädlich, doch wir verdrängen es und schauen lieber leichte Unterhaltung wie „Bauer sucht Frau“, „Schwiegertochter gesucht“ oder sonstiges Hartz IV – Programm, um uns auf unser Leben im Alter einzustimmen – so wie es oft aussieht, ohne Einkommensteuer.

Komme ich ohne Rentenrechner aus?

Rentenrechner Einkommensteuer
Unsere Hilfsmittel sind ein Taschenrechner, ein Stift und Papier. Damit schlagen wir den Rentenrechner. Mach mit!

Ein Rentenrechner trifft viele Annahmen, die sich bis zum Renteneintritt noch einige Male ändern werden. Nimm z.B. dein Einkommen. Ich wünsche dir, dass bis zu deinem 67. Geburtstag noch möglichst viele Steigerungen kommen und der Staat dank dir prächtig Einkommensteuer einnimmt. Doch dann ist das Ergebnis aus dem Rentenrechner sofort überholt. Trotzdem ist der Rentenrechner eine sinnvolle Erfindung, eine Berechnung auf den Cent genau ist aber Unsinn. Es geht an dieser Stelle deshalb um eine grobe Orientierung, keine Wissenschaft. Mit einem Taschenrechner können wir das also einfacher als mit einem Rentenrechner. Und dass am Ende eine Ersparnis an Einkommensteuer stehen kann, beinhaltet auch unsere Variante.

Eine Alternative zum Rentenrechner

Rentenrechner Einkommensteuer
Unser „do-it-yourself“ Rentenrechner ist einfach, weil er in ganzen Zahlen rechnet. Das reicht.

Wir verwenden nicht einen Rentenrechner sondern orientieren uns an einem Faktor, dem Rentenniveau. Ohne Berücksichtigung der Einkommensteuer liegt das bis zum Jahr 2030 bei 43 Prozent. Unser Beispielkunde ist 1991 geboren und verdient 3.600 EUR brutto im Monat, genau zwölf Mal im Jahr. Er geht nach 2030 in Rente und wir rechnen mit dem vorläufigen Wert von 43%. Das Rentenniveau für unser Beispiel liegt also bei 0,43 x 3.600 EUR => rund 1.550 EUR.

Das ist noch ohne Einkommensteuer, Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Wie hoch werden Steuern und Beiträge im Jahr 2058 sein? Wir wissen um die Dramatik in Kranken- und Pflegeversicherung und setzten 25% für das Sponsoring der Bundesrepublik Deutschland an. Es verbleiben 75% von 1.550 EUR, also rund 1.165 EUR Rente. Das bekommst du hin, oder? Einmal 43% merken und einmal 75%, dann runden! In 7.2 habe ich etwas sauberer kalkuliert und komme auf 1.195 EUR. So oder so, diese Zahl ist niedrig, 30 EUR Differenz sind da weniger wichtig. Merke: es ist Eigeninitiative nötig und das weißt du so auch ohne Rentenrechner.

Versuchst du das nun im Rentenrechner der Deutschen Rentenversicherung nachzurechnen, wirst du daran scheitern, dass Pflichtfelder nicht ausgefüllt werden können, wenn dir in den ersten fünf Jahren noch gar keine Renteninformation zugestellt wird. Fünf Jahre warten und die Wertentwicklung verstreichen lassen? Das sind in der Altersvorsorge Welten… Siehe dazu Stufe 7.2.

Wie geht es nach dem Rentenrechner weiter?

Rentenrechner Einkommensteuer
So wie 1923 ist die Inflation nicht, berücksichtigt werden sollte sie dennoch für das Ergebnis aus dem Rentenrechner und nach Berücksichtigung der Einkommensteuer.

Ich verweise erneut auf 7.2 und die Inflation. Mit einem Inflationsrechner lässt sich jetzt berechnen, was im Jahre 2058 bei einer Inflationsrate von (im Zweifelsfall) 2% aus der Kaufkraft der Rente geworden ist, im Beispiel hier gut 500 EUR. Wir stellen fest: auch ohne Rentenrechner kommen wir den Ergebnissen relativ nahe und ermitteln eine dramatische Lücke. Einkommensteuer wird unser Beispielkunde im Alter so eher wenig bezahlen, er ist einfach zu arm. Will er das nicht, muss er sparen. Viel sparen! Durch abwarten, zögern und zaudern wird es nicht besser.

Wie spare ich nach dem Ergebnis aus dem Rentenrechner Einkommensteuer?

Rentenrechner Einkommensteuer
So bitte nicht! Wir sparen Einkommensteuer auf legalem Wege.

Neben dem Einkommen als Angestellter gibt es z.B. noch Einkommen aus Vermietung, einer nebenberuflichen Tätigkeit, Zinsen usw. Anhand des zu versteuernden Einkommens berechnet sich die Last an Einkommensteuer. Hier wird das Thema genauer beleuchtet. Es gibt Aufwendungen, die der Staat als förderfähig ansieht und die deshalb zu weniger Einkommensteuer führen. Staatlich geförderte Altersvorsorge gehört dazu und ist eine der logischen Konsequenzen aus dem Ergebnis, das jeder Rentenrechner ausspuckt. Der Staat weiß auch, dass du im Alter ohne Sparen ihm definitiv auf der Tasche liegst, weil du Sozialleistungen beantragst. Also fordert er von dir Eigeninitiative und fördert das durch eine Ersparnis an Einkommensteuer. Je mehr Einkommensteuer du bezahlst, desto höher die Förderung.

Einkommensteuer sparen durch Altersvorsorge – ein Beispiel.

Rentenrechner Einkommensteuer
Konsequenz aus dem Rentenrechner: Sparen und dadurch Einkommensteuer sparen

Das Wichtigste vorab: Steuerberater ist ein wichtiger Beruf! So wie wir gemeinsam oben mit Faustformeln gerechnet habe, machen wir das auch hier – zur Orientierung und um zu wissen, wie es geht. Eine Steuerberatung findet dadurch nicht statt.

Damit wir einfach rechnen können, spart unser Beispielkunde (viel zu niedrige) 100 EUR im Monat, also bis zum 67. Lebensjahr 50.400 EUR. Unser Beispielkunde weiß noch nicht, ob er sich später selbstständig macht oder angestellt bleibt, also wählt er eine Rürup-Rentenversicherung, die für beide Fälle passt. Das gewählte Produkt hat eine Chance nach allen Kosten 3% Rendite zu machen, wird in der Ansparphase mithilfe der Einkommensteuer gefördert und muss im Alter der Einkommensteuer unterworfen werden. Ein weiterer Nachteil der Rürup-Rente ist, dass das Geld erst ab 62 als lebenslange Rente wieder ausgezahlt wird. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass sich Einkommensteuer sparen lässt.

Die Berechnung erfolgt ganz einfach mit dem Grenzsteuersatz von ca. 36% in der Ansparphase (Aufschubphase) und 28% in der Rentenphase. Das entspricht einem „armen“ Sparer und einem „reichen“ Rentner. Auch hieraus machen wir eine Faustformel, keine Wissenschaft! Wie oben erwähnt wird ein Vorsorgemuffel-Rentner eher keine Einkommensteuer zu zahlen haben. Ein guter Steuerberater rechnet das für dich individuell aus und erklärt dir auch den Unterschied zum Durchschnittssteuersatz. Hier geht es nur um Impulse und die Vermittlung des Wissens.

Wie du siehst, kann das Thema nicht final geklärt werden, weil uns vor allem individuelle Angaben fehlen. Wenn du für dich persönlich Licht ins Dunkle bringen und uns dabei dein Vertrauen schenken möchtest, kannst du hier finden, wie du uns erreichst. Wir zahlen zwar auch Einkommensteuer und empfinden Schmerzen bei den Zahlen aus dem Rentenrechner, dennoch verstehen wir uns auf faire Preise.

Die Stufe 7.5 Einkommensteuer sparen mit dem Rentenrechner ist Teil der 7×7 Stufen für mehr Erfolg im Beruf und gesündere Finanzen. Das E-Book als Zusammenfassung ist kostenfrei in unserer VIP-Lounge verfügbar.

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