Das Vorstellungsgespräch auf VOX, Teil 3 vom 17.10.2017

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Auch heute schauen wir auf letzte Woche zurück, während heute Abend Teil 4 von „Das Vorstellungsgespräch“ bei VOX ausgestrahlt wird. Im dritten Teil suchten das „Reptilium“ in Landau und „DaWanda“ in Berlin nach Personal für die Zukunft.

Reptilium in Landau – Wilde Tiere bei VOX im Vorstellungsgespräch

Angst vor Schlangen? Wer sich in ein Vorstellungsgespräch beim Reptilium wagt, erfährt dank VOX, dass es dort Schlangen gibt...
Angst vor Schlangen? Wer sich in ein Vorstellungsgespräch beim Reptilium wagt, erfährt dank VOX, dass es dort Schlangen gibt…

Zuerst das Reptilium. Hier sind Geschäftsführer Uwe Wünstel und Obertierpflegerin Moana Sütel die Gastgeber. Gesucht wird ein Talent für die Ausbildung in Landau. Sie haben sich drei Gäste zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Bemerkenswert sind die ein wenig an Albert Schweitzer erinnernden und zum Beruf passenden (!) Outfits der beiden und besonders Moana Sütel, die eine auffällige Frisur trägt und viele Tattoos und Piercings hat. Wehe dem, der sich hier durch den ersten Eindruck leiten lässt, denn die beiden treten sehr sympathisch auf. Passend zum Thema Tiere wird auch das Aquarium im Empfangsbereich intensiv behandelt. Am Vorstellungsgespräch nehmen außerdem noch eine Schlange, eine Vogelspinne und eine Fauchschabe teil.

Vorbereitung ist das A und O – Das Gegenteil führt zur Blamage, egal ob mit oder ohne Kamera

Bei den Bewerbern fällt uns Marcus positiv auf, der für die Ausbildung umziehen und auf viel Geld verzichten würde. Er wirkt sehr gut vorbereitet, scheidet aber am Ende aus, weil sich das Reptilium Sorgen macht, dass er seinen Sohn wegen der Öffnungszeiten zu wenig sehen würde. NUR OBEN IST PLATZ findet so viel Rücksicht auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie lobenswert. Gleichzeitig sehen wir aber auch grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bewerberin im Alter von 28 Jahren, die ihren Partner seit drei Jahren hat, ebenfalls Mutter werden könnte. Sorgen machte uns als Zuschauer die Vorbereitung von Bewerberin Michelle, die gar nicht stattgefunden hatte. Darüber zeigte sie sich stolz und verwies auf ihr Improvisationstalent. Klingt gut, funktioniert aber nicht, denn dementsprechend fiel sie, gekleidet mit einer Skinny-Jeans im „Hochwasser-Look“ und Turnschuhen, auch u.a. durch Fehler in den Bewerbungsunterlagen auf. O-Ton: „Ach so das, äh, was steht denn da jetzt genau?“ – „Das hab‘ ich da selber nich reingeschrieben, glaube ich, oder?“ – „Nee, das war… häh?“ [sic] Angst vor Schlangen hat sie auch. Merke: Erkundige dich vorher über deinen möglichen Arbeitgeber, dann weißt du, welche Tiere es in einem Reptilienzoo geben könnte. Ihre Selbsteinschätzung? „Ich denk‘ mal, vom Gespräch her würde ich sagen, joah, könnte klappen“. Klappt nicht, „Fahrtrichtung abwärts!“ Geschichten, die die RTL Group schreibt… Das Rennen machte am Ende übrigens Theresa, die bisher gute 12 Jahre als Helferin ohne Ausbildung arbeitete. In Begleitung ihres höchst fürsorglichen Lebensabschnittsgefährten erschien sie, kam aber alleine in und durch das Gespräch und nach drei Wochen Bedenkzeit zu der Chance endlich einen Abschluss zu erlangen. Sie musste aber schon innerhalb der Probezeit wieder gehen.

DaWanda – Produkte mit Herz suchen bei VOX im Vorstellungsgespräch einen Eventmanager

DaWanda bietet einem Eventmanager nach einem Vorstellungsgespräch eine Chance. Doch noch vor der Ausstrahlung auf VOX wird die Abteilung wieder geschlossen.
DaWanda bietet einem Eventmanager nach einem Vorstellungsgespräch eine Chance. Doch noch vor der Ausstrahlung auf VOX wird die Abteilung wieder geschlossen.

Und DaWanda? Geschäftsführerin Claudia Helmig und Chief Operating Officer Daniel Kreter betreten das Büro und dekorieren es prompt, wie es sich für eine „Do It Yourself – Plattform“ gehört. Sie suchen einen Eventmanager in Berlin und bieten 2.500 – 3.200 EUR brutto als Gehalt. Sie haben sich vier Bewerber eingeladen. Lobenswert ist Kathrin, selbst Kundin beim möglichen Arbeitgeber, die sich mit „Erfolg hat drei Buchstaben: tun.“, das „sie irgendwo einmal gelesen hat“, ins Rennen wagt. Kleine Manöverkritik an dieser Stelle: das Buchstabieren funktioniert durch die Nennung einzelner Buchstaben, aber sonst gut gemeint. Bewerberin Stefanie hat in der Vorbereitung ein paar Stunden bei einen Jobcoach gebucht. Man merkt es ihr an, ein wenig mehr hätte vielleicht noch weitere Fortschritte im Hinblick auf (Körper-)Sprache geholfen. Gut gefiel uns, dass sie mit selbst gemalten Bildern dem Gespräch eine sichtbare persönliche und künstlerische Note verlieh. Auffällig ist sonst noch, dass Bewerber Christopher im Gespräch mit der Kamera mit Krawatte sitzt, im Vorstellungsgespräch selbst allerdings mit Pullover und einem gemusterten Hemd, das unten aus Pullover und Hose ragt. Wedding-Planner Charlotte tritt mit „Event hat man im Blut“ an.

Schauspielerisches Talent im Rollenspiel kann auch in einem Vorstellungsgespräch helfen

Der Sinn eines inszenierten Rollenspiels: sehen, wie der Bewerber auf Stress reagiert und welche Problemlösekompetenzen er mitbringt, wenn er gleichzeitig Lieferanten empfängt und eine Ausstellungshalle durch einen Rohrbruch beschädigt wird, was Frau Meier („Hallo, Frau Müller!“) durch einen Anruf anzeigt. Die Reaktionen reichen vom gekonnten Aussitzen (Stefanie) über das Koordinieren der Lieferanten in einem Büro „wie nach einem Flugzeugabsturz“ (Charlotte) bis hin zur Nutzung einer Außenfläche bei dem guten Wetter (Christopher und Kathrin). „Fahrtrichtung abwärts“, heißt es für Stefanie und Christopher. Eine Geburtstagsparty ohne Budgetbegrenzung verbringen die angedachten Eventmanager übrigens mit Rihanna und Beyoncé (Charlotte), bei einer Outdoor-Veranstaltung mit Blumenkränzen und Holzhacken (Kathrin) oder mit wenigen Freunden „still und heimlich“ angelnd in einer Hütte in Norwegen (Christopher). Auch wenn Charlotte sich strahlend und „wie Löwenzahn sich durch Beton“ kämpft, gibt es bei ihr nach sechs Tagen Auswahldauer Tränen, da sie knapp gegen Kathrin ausscheidet. Diese verliert allerdings binnen 14 Tagen ihren Job.

Fazit

Wünschen wir VOX und den Zuschauern, dass ab Teil 4 eine bessere Vorab-Recherche vor dem Vorstellungsgespräch erfolgte, ob ein Unternehmen sich personelle Verstärkung leisten kann und wir alle uns nicht davon abbringen lassen daran zu arbeiten, dass sich Beruf und Familie vereinbaren lassen.

Fragen, Anregungen und Buchungswünsche? Hier erreichst du uns!

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