KI vs. Mensch im Karrierecoaching: Wo Technologie hilft und wo der Mensch unersetzbar bleibt

Fallstudie von Lars Schilsong zeigt Grenzen und Chancen digitaler Tools in der Berufsberatung – mit Praxisbezug aus dem Coaching-Alltag von „Nur Oben ist Platz“

Hybrides Coaching: Das Beste aus beiden Welten, wenn Mensch und KI Zusammenarbeiten

Kann Künstliche Intelligenz menschliche Karriereberater ersetzen? Eine aktuelle Fallstudie von Lars Schilsong, Beratender Betriebswirt und Masterstudent Digital Business Management, untersucht diese Frage empirisch und kommt zu einem klaren Ergebnis: KI ist ein mächtiges Werkzeug, aber der Mensch bleibt unersetzbar, wenn es um komplexe Entscheidungen geht. Die Studie entstand im Rahmen seines Masterstudiums und wurde durch ein Experteninterview mit Sonja Moreira Coutinho, Psychologin und Mitgründerin von „Nur Oben ist Platz“, ergänzt.

Die Fallstudie gibt es auch als Audio-Abstract. Jetzt anhören! (Dauer: 16:47)

KI im Coaching: Schnell, aber nicht immer tiefgründig

In der Untersuchung wurden acht führende KI-Systeme (u. a. ChatGPT, Gemini, Claude) mit der menschlichen Expertise von Sonja Moreira Coutinho verglichen. Das Ergebnis: KI glänzt bei strukturierten Aufgaben wie etwa bei der Analyse von Lebensläufen oder der Beantwortung von Standardfragen. „Moderne Sprachmodelle liefern in Sekunden plausible Hypothesen, besonders bei klaren Fragestellungen wie Berufswechseln oder Bewerbungstipps“, so Lars Schilsong. Doch bei emotionalen Themen, ethischen Fragen oder systemischen Konflikten stoßen die Systeme an Grenzen.

Sonja Moreira Coutinho, die im Rahmen der Studie interviewt wurde, betont: „KI kann keine echte Empathie oder intuitive Menschenkenntnis ersetzen. Gerade bei Sinnkrisen, Führungsfragen oder persönlichen Blockaden braucht es den menschlichen Blick, um hinter die Fassade zu schauen und individuelle Lösungen zu entwickeln.“ Eine aktuelle Studie von Thagard (2024) bestätigt diese Einschätzung: Während KI-Systeme bei einfachen logischen Schlüssen überzeugen, fehlt ihnen die Fähigkeit zur kreativen Hypothesenbildung – eine Kernkompetenz im Coaching.

Hybrides Coaching: Das Beste aus beiden Welten

Schilsongs Fazit: „Die Zukunft liegt in der intelligenten Kombination.“ In der Praxis von „Nur Oben ist Platz“ wird dies bereits umgesetzt:

  • KI als Tool: Für schnelle, datenbasierte Analysen (z. B. Gehaltsverhandlungen, Branchentrends, Lebenslauf-Optimierung).
  • Mensch als Coach: Für Werteklärung, Konfliktlösung und strategische Entscheidungen – besonders bei Themen wie Berufsneuorientierung oder Führungskräfte-Coaching.

„Unsere Klienten profitieren von beiden Welten: Sie sparen Zeit durch digitale Tools und erhalten gleichzeitig die Tiefe und Individualität, die nur ein menschlicher Coach bieten kann“, erklärt Sonja Moreira Coutinho, die das Unternehmen gemeinsam mit Lars Schilsong führt.

Praktischer Nutzen für Klienten und Unternehmen

Auf Basis der Studie bietet „Nur Oben ist Platz“ folgende Leistungen an:

  • Einzelcoachings und Workshops: „Digitale Kompetenzen im Beruf“ – wie man KI-Tools sinnvoll nutzt, ohne die menschliche Perspektive zu verlieren.
  • Individuelles Coaching: Analyse, ob KI oder persönliche Beratung im Einzelfall passt.
  • Unternehmensberatung: Unterstützung für Firmen, die hybride Coaching-Modelle einführen möchten.
  • Wissenschaftlicher Transfer: Aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis werden direkt in die Beratung integriert.

Über Lars Schilsong und „Nur Oben ist Platz“

Lars Schilsong ist Beratender Betriebswirt und studiert im Master „Digital Business Management“ (M. Sc.) an der SRH Mobile University. Gemeinsam mit Sonja Moreira Coutinho (Psychologin, M. Sc.) führt er das Unternehmen „Nur Oben ist Platz“ in St. Ingbert, das sich auf berufliche Neuorientierung mit Fokus auf Digitalisierung spezialisiert hat.

„Unser Ansatz ist einzigartig: Wir nutzen digitale Tools, wo sie sinnvoll sind – und setzen auf menschliche Expertise, wo es um individuelle Lösungen geht“, erklärt Schilsong. „So begleiten wir Menschen dabei, sich in der digitalen Arbeitswelt neu zu orientieren – mit Weitblick und Empathie.“